Geld verdienen im Internet

Geld verdienen im Internet, ist das seriös?

In 2007 wurde ich zum ersten Mal aufmerksam auf das Thema „Geld verdienen im Internet“ durch mehrere Schriften von Herr Dr. Oliver Pott aus Köln. Das Thema hat mich damals sehr interessiert, da ich überlegen musste wie es nach meiner Pensionierung weiter gehen sollte. Ich wollte unbedingt  weiter machen mit der Forschung und Entwicklung von Ideen aus meinem Berufsleben bei der Siemens AG. Die Idee war Patente in Produkte um zu setzen; vorausgesetzt dass der Kundenutzen und der Markt für diese Produkte da sind.

Bald fand ich heraus wie viel mein Vorhaben kosten würde und stellte dabei fest, dass dieses Kapital nicht vorhanden war und auch nicht über Kreditinstituten finanzierbar war, denn mit 60 Jahren  ist man eben nicht mehr kreditwürdig.

Die Lösung war denkbar einfach; verdiene dieses Geld im Internet. Laut den gängigen damaligen Informationsprodukten wäre 100.000€ pro Jahr kein Problem.

Trotz einer gehörigen Portion Skepsis, Techniker sind immer etwas skeptisch denn die Gestaltung technischer Lösungen hat immer Tücken und läuft selten glatt, war ich (hab)gierig genug um mich weiter im Thema zu vertiefen. Denn die Aussichten von zuhause aus ohne große Investitionen ein Unternehmen, ja sogar ein Imperium aufzubauen waren verlockend.

Von 2008 bis April 2010 habe ich mich nebenbei eingelesen und die Technik geübt. Danach habe ich mich sehr intensiv mit der Materie beschäftigt und kann jetzt aus eigener Erfahrung mitreden.

Erst möchte ich die Antwort zu der Titelfrage vorwegnehmen; ja, Geldverdienen im Internet ist seriös. Allerdings sollte man diese Frage differenziert beantworten,  denn nicht alle Möglichkeiten im Internet Geld zu verdienen sind ernsthaft. Der seriöse Teil ist vor allem der Internethandel (eCommerce) so wie zum Beispiel von Amazon praktiziert. Der Internethandel wächst jährlich fast zweistellig und das über 9 Jahre hinweg.  Davon profitieren auch sehr viele Kleinunternehmer, die zum Beispiel Verkäufe   für Amazon vermitteln oder eigene Produkte vermarkten.

Weniger seriös betrachte ich mittlerweile das Geschäft mit den Informationsprodukten über „wie man Geld im Internet verdient“. Die Nische „Geld verdienen im Internet“ scheint eine Goldgrube zu sein. Die Frage ist allerdings für wen?

Schauen wir diesen Markt mal etwas genauer an. Auf der Angebotsseite machen wir eine Google-Suche für „geldverdienen im Internet“. Das Ergebnis für diese Suche finden Sie in Abbildung 1. Wie man sieht gibt Google 10.900.000 Such-Ergebnisse aus nur für diesen Suchbegriff. Auf der Angebotsseite gibt es offenbar eine ganze Menge an Informationen und Produkte. Das lässt vermuten, dass es sich hier um einen großen Markt handeln wird. Ich möchte gerne darauf hinweisen, dass das erste organische Such-Ergebnis der Google-Suche ein kritischer Beitrag von Martin Missfeldt ist www.tagseoblog.de/geld-verdienen-im-internet-der-grosse-beschiss! Dieser Beitrag, der hart ins Gericht geht mit vielen Beteiligten, steht schon lange ganz oben. Ein Zeichen, dass Google sehr mit den Aussagen einstimmt und dies nicht zu unrecht.

Abbildung 1: SERPS für Geld verdienen

Abbildung 1: SERPS für Geld verdienen

Des Weiteren sehen Sie drei gelbunterlegte bezahlte Inserate plus rechts weitere zehn Stück. Das ist die maximale Stückzahl an gewerbliche Inserate bei Google; ein weiterer Hinweis dass in diesem Markt  Geld steckt.

Jetzt schauen wir mal auf der Nachfrageseite und gehen zum Google Keyword Tool (GKT) und geben dort den Begriff „Geld verdienen im Internet“ ein.  Wir erlauben dabei, dass auch andere themenrelevante Suchbegriffe zugelassen werden (broad match). Das Google Keyword Tool benutze ich hier über das Analyse Programm „Long Tail Pro“. Dieses Programm ermöglicht es die Daten vom Google Keyword Tool  weiter zu analysieren. Man kann dazu auch ähnliche Programme wie Market Samurai und SECockpit benutzen. Für unsere jetzige, vordergründige Analyse ist dies eigentlich gar nicht erforderlich; man käme auch mit dem Google Keyword Tool zurecht.

Abbildung 2: Analyse Google Keyword Tool

Abbildung 2: Analyse Google Keyword Tool

In Abbildung 2 ist das Ergebnis für den Suchbegriff „geld verdienen im Internet“, eine Phrase, dargestellt. Man sieht, dass diese Phrase und Permutationen davon bei Google in Deutschland im vergangenen Monat 40.500-mal gesucht wurden.  Zudem ist der Klickpreis angegeben den man bei Google in der Werbung zahlen muss für den Suchbegriff. Man sieht, dass man auf jeden Fall 1.70€ hinblättern muss pro Klick. Aus diesen beiden Zahlen kann man den Werbemarkt auf Google für diese Phrase ableiten. Das Marktvolumen in der Werbung für diese eine Phrase beträgt somit in Deutschland  etwa 70,000.00€. Es gibt aber noch weitere 900 verwandte Suchbegriffe die das Werbemarkvolumen weiter vergrößern.

Wenn wir sehr konservativ abschätzen kommen wir auf einem Werbemarktvolumen von mindestens 200,000.00€ nur bei Google in Deutschland pro Monat. Der Markt an Produkte über „geld verdienen im Internet“  ist natürlich um ein Vielfaches höher, denn die Produktpreise variieren zwischen 10.00€ und 1,000.00€. Es handelt sich hier deswegen um einen Produktmarkt von mindestens 10 Millionen Euro im Monat nur in Deutschland.

So ein großer Markt weckt Begehrlichkeiten, nicht nur bei ernsthaften Anbietern. Deswegen ist es nicht von ungefähr, dass mittlerweile immer mehr Käufer derartiger  Produkten wegen Erfolgslosigkeit  sich fragen ob sie da vielleicht übers Ohr  gehauen wurden bzw. ein Ammenmärchen aufgesessen sind.

Ein Indiz für misstrauische Kunden findet man auch wieder beim Google Keyword Tool. Es wird nämlich etwa 3.000-mal pro Monat die Phrase „geld verdienen Internet seriös“ gesucht. Es wird seine Berechtigung haben.

Abbildung 3: GKT Ergebnis für "Geld verdienen Internet seriös"

Abbildung 3: GKT Ergebnis für „Geld verdienen Internet seriös“

Zum Schluss möchte ich Ihnen nochmal den Artikel von Martin Missfeldt unter  www.tagseoblog.de/geld-verdienen-im-internet-der-grosse-beschiss! empfehlen. Dort finden Sie viele Beispiele und Meinungen zum Thema „Geldverdienen im Internet, ist das seriös?“.

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